{"id":2027,"date":"2018-01-18T13:21:52","date_gmt":"2018-01-18T12:21:52","guid":{"rendered":"https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/?p=2027"},"modified":"2018-01-20T13:50:31","modified_gmt":"2018-01-20T12:50:31","slug":"pragmatisch-und-auf-menschen-bezogen-jens-weidmann-packt-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/?p=2027","title":{"rendered":"Pragmatisch und auf Menschen bezogen \u2013 Jens Weidmann packt aus!"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_2028\" style=\"width: 653px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2028\" class=\"wp-image-2028\" src=\"https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/IMG-20180117-WA0001-200x133.jpg\" alt=\"\" width=\"643\" height=\"428\" srcset=\"https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/IMG-20180117-WA0001-200x133.jpg 200w, https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/IMG-20180117-WA0001-768x511.jpg 768w, https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/IMG-20180117-WA0001-300x200.jpg 300w, https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/IMG-20180117-WA0001-45x30.jpg 45w, https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/IMG-20180117-WA0001-1250x832.jpg 1250w, https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/IMG-20180117-WA0001-400x266.jpg 400w, https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/IMG-20180117-WA0001.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 643px) 100vw, 643px\" \/><p id=\"caption-attachment-2028\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Deutsche Bundesbank\/Oliver R\u00fcther<\/p><\/div>\n<p>Fr\u00fcher hatte er sich sein Leben ganz anders vorgestellt. Etwas mit Menschen, ja das wollte er mal machen! Um seine pragmatischen Neigungen und seinen Wunsch mit Menschen zu arbeiten, zu verbinden, hatte er dann Wirtschaftswissenschaften studiert. Das waren die Anf\u00e4nge von Jens Weidmann auf dem Weg zum Pr\u00e4sidenten der Deutschen Bundesbank. Dies und noch viel mehr durften elf Sch\u00fcler unserer BOS 13 in Begleitung ihres VWL-Lehrers Herrn Diemer erfahren. Sie hatten zuvor das Preisausschreiben \u201eWeidmann trifft Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler\u201c gewonnen und sind daher am 1. Dezember nach Frankfurt zur Bundesbank gereist.<\/p>\n<p>Der Tag begann um 10 Uhr mit einem Empfang. Dort lernten sie ihren \u201ePaten\u201c, Herrn Dr. Ulrich Rosseaux, kennen. Er betreute die Gruppe den ganzen Tag und stand f\u00fcr Fragen stets zur Verf\u00fcgung. Was f\u00fcr ein Gl\u00fcck sie aber hatten, dass ihr \u201ePate\u201c der Leiter des Geldmuseums ist, wussten sie bis dahin noch nicht.<\/p>\n<p>Kurz darauf, um halb elf, begann die Fragestunde mit Jens Weidmann. Hierzu hatten sich die \u00fcber 200 Gewinner aus ganz Deutschland versammelt \u2013 jede Schule durfte eine Frage stellen; zum Bedauern unserer Sch\u00fcler, gerne h\u00e4tten sie alle ihre Fragen gestellt. Grund zum Jammern gab es jedoch nicht, denn viele Themenbereiche konnten auch so angesprochen werden. Ein Hauptpunkt war nat\u00fcrlich die Geldpolitik. Dort lege die Deutsche Bundesbank den Fokus unter anderem auf Staatanleihen. Grund daf\u00fcr sei, dass in der Zinspolitik die Untergrenze ja schon erreicht worden sei. Daher brauche es andere Instrumente, um noch expansive Impulse zur Steuerung der Banken setzen zu k\u00f6nnen. Weitere aktuelle Fragen betrafen den Brexit. Hierzu \u00e4u\u00dferte sich der Bundesbankpr\u00e4sident eindeutig: \u201eDer Brexit habt nur geringe Auswirkungen auf den Euro.\u201c Kritischer sah er jedoch die negativen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, da Gro\u00dfbritannien ein wichtiger Handelspartner sei. Letztendlich hielt er fest, dass der Brexit wirtschaftlich keine gute Idee sei, aber sich nicht auf die Geldpolitik auswirke. Zu der Frage, ob f\u00fcr Krisenl\u00e4nder ein Euroausstieg eingef\u00fchrt werden sollte, \u00e4u\u00dferte sich Jens Weidmann kritisch. Eine W\u00e4hrungsunion sei eine Gemeinschaft und ein beliebiges Ein- und Austreten sei unm\u00f6glich. Dies w\u00fcrde den Zerfall der Union bedeuten. Bei Problemen der L\u00e4nder seien die Anpassungen auf andere Politikbereiche viel gr\u00f6\u00dfer, daher g\u00e4be es reichlich viele Regelungen, um die Flexibilit\u00e4t zu erhalten. Teil der W\u00e4hrungsunion zu sein bedeute daher: in guten wie in schlechten Zeiten und nicht, bis die Krise uns scheidet. Ein ganz anderes Thema waren Krypto-W\u00e4hrungen. In der j\u00fcngeren Vergangenheit hat sich der Bundesbankpr\u00e4sident immer wieder kritisch zu Bitcoins ge\u00e4u\u00dfert, dennoch h\u00e4lt er nichts von einem Verbot; Bitcoins bereitetem ihm keine Sorgen, denn diese digitalen W\u00e4hrungen seien nicht als Zahlungsmittel geeignet. Das sei der Grund, weswegen Bitcoins sich auch nicht auf M\u00e4rkten durchsetzen k\u00f6nnten. Eher seien sie daf\u00fcr geeignet, spekulative Gewinne zu machen, jedoch solle man sich im Klaren sein, dass man sein Geld auch schnell wieder verlieren k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Kurz nach dem Mittagessen ging es dann um 14 Uhr mit einer F\u00fchrung durch das Geldmuseum der Bundesbank weiter. Hier kamen unsere 13.-Kl\u00e4ssler nun in den Genuss einer ganz pers\u00f6nlichen F\u00fchrung durch ihren \u201ePaten\u201c, Herrn Dr. Ulrich Rosseaux. Von der Geschichte und Funktion des Geldes bis hin zur Geldsammlung, die von der Antike bis heute reicht, gab es viel zu sehen.<\/p>\n<p>Der Tag ging um 15 Uhr zu Ende, und zum Abschied wurden noch kleine Erinnerungs-Geschenke \u00fcberreicht. Insgesamt war es also ein spannender Tag, an dem unsere Sch\u00fcler viele positive Eindr\u00fccke und Erfahrungen sammeln und mit nach Hause nehmen konnten.<\/p>\n<p>Babette Jurevicius (basierend auf Protokollen von Anna-Lena Schulz)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Fr\u00fcher hatte er sich sein Leben ganz anders vorgestellt. Etwas mit Menschen, ja das wollte er mal machen! 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