{"id":2541,"date":"2019-05-07T11:00:40","date_gmt":"2019-05-07T09:00:40","guid":{"rendered":"https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/?p=2541"},"modified":"2019-11-05T13:29:42","modified_gmt":"2019-11-05T12:29:42","slug":"meine-daten-meine-gesundheit-mein-leben-wie-gehe-ich-damit-um","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/?p=2541","title":{"rendered":"Meine Daten. Meine Gesundheit. Mein Leben. Wie gehe ich damit um?"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Private Daten, soziale Netzwerke und Gesundheit: Durch die technischen\nund sozialen Entwicklungen unserer Zeit messen wir diesen Faktoren einen immer\ngr\u00f6\u00dferen Stellenwert bei. Doch haben wir auch ein Bewusstsein daf\u00fcr entwickelt,\nwie wir damit umgehen m\u00fcssen? Die 13. Klasse FOS hat im Rahmen des\nLiteratur-Unterrichts, der sich mit Juli Zehs dystopischem Roman \u201eCorpus\nDelicti\u201c besch\u00e4ftigt hat, 201 FOS-Sch\u00fcler befragt. <\/h4>\n\n\n\n<p>Wie vorsichtig sch\u00e4tzt du dich im Umgang mit deinen privaten Daten ein?\nSicher sind sich bez\u00fcglich dieser Frage nur 12% &#8211; die Mehrheit sch\u00e4tzt sich nur\nals eher vorsichtig ein, 6% dagegen als unvorsichtig. Knapp ein Drittel w\u00fcrde\nsich als eher nicht sicher einsch\u00e4tzen. Dieses vorherrschende Bewusstsein f\u00fcr\nden Umgang mit sensiblen Daten geht jedoch auf den ersten Blick nicht mit der\nn\u00e4chsten Frage konform: Mehr als die H\u00e4lfte gibt an, Passw\u00f6rter in sozialen\nNetzwerken oder im E-Mail-Account gar nicht zu \u00e4ndern. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><a href=\"https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/2.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"762\" height=\"348\" src=\"https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2556\" srcset=\"https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/2.png 762w, https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/2-200x91.png 200w, https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/2-300x137.png 300w, https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/2-400x183.png 400w\" sizes=\"(max-width: 762px) 100vw, 762px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Doch sollte nicht eigentlich genau das Gegenteil der Fall sein? Forscher\nder University of North Carolina sind da anderer Meinung: Sie belegen 2010 mit\neiner Studie, dass die Passw\u00f6rter immer simpler werden, je h\u00e4ufiger man sie\nwechselt. Die Menschen neigen dazu, ihre Kennw\u00f6rter nur minimal zu variieren\nund es somit Algorithmen von Hackern unter Umst\u00e4nden sogar noch leichter zu\nmachen, an das Passwort zu kommen. <\/p>\n\n\n\n<p>Hinzu kommt die Tendenz, bei einem h\u00e4ufigen Wechsel dasselbe Passwort\nf\u00fcr mehrere Dienste zu verwenden, so die Studie. Entscheidend f\u00fcr die\nSicherheit ist somit das Passwort selbst und nicht, wie oft es gewechselt wird.\nDoch wann ist ein Passwort wirklich sicher? Zwei Dinge sind daf\u00fcr entscheidend,\nn\u00e4mlich die L\u00e4nge des Passworts und die Zusammensetzung. Knapp die H\u00e4lfte der\nSch\u00fcler hat das schon erkannt und entscheidet sich f\u00fcr besonders schwierige\nPassw\u00f6rter, also Passw\u00f6rter ohne jeglichen Sinn, Kombinationen aus Klein- und\nGro\u00dfbuchstaben sowie Sonderzeichen und Zahlen. Rund ein Drittel ziehen\npers\u00f6nliche Informationen vor, wie etwa Namen oder Orte, w\u00e4hrend 20%\nwillk\u00fcrliche Kombinationen verwenden. Grunds\u00e4tzlich sollten Passw\u00f6rter keinen\npers\u00f6nlichen Bezug enthalten, da man durch \u201ePassword Guessing\u201c schnell und\neinfach das Passwort erraten kann. Ferner ist es nicht empfehlenswert, das\nPasswort nur auf Zahlen oder Buchstaben zu beschr\u00e4nken.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur 5% der teilnehmenden Sch\u00fcler machen es Hackern leicht und benutzen\neinfache Kombinationen wie 1234 als \u201ePasswort\u201c. <\/p>\n\n\n\n<p>Auf die Frage, ob sie verschiedene Passw\u00f6rter verwenden, antwortet \u00fcber\ndie H\u00e4lfte der Sch\u00fcler mit \u201eJa\u201c. Ein Drittel verwendet \u00e4hnliche Variationen.\nEin kleiner Teil von 7% erm\u00f6glicht es Hackern jedoch, m\u00fchelos komplette\nOnline-Identit\u00e4ten zu \u00fcbernehmen, da sie nur ein Passwort verwenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer \u00fcberpr\u00fcfen m\u00f6chte, ob sein Passwort als sicher gilt, der kann die Internetseite <strong>passwortcheck.ch<\/strong> besuchen. Diese Website des Z\u00fcricher Datenschutzbeauftragten sch\u00e4tzt, wie lange es ungef\u00e4hr dauern w\u00fcrde, ein Passwort zu knacken. Zwar gibt die Internetseite an, keine eingegebenen Passw\u00f6rter an Server zu verschicken, dennoch ist es ratsam, bei solchen Seiten niemals das eigene Passwort einzutippen, stattdessen sollte man eines mit einem \u00e4hnlichen Muster \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die n\u00e4chsten Fragen untersuchen den Umgang mit sozialen Netzwerken.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Smartphone ist aus unserer modernen Gesellschaft kaum noch wegzudenken.\nEs erleichtert das Leben in vielerlei Hinsicht und bringt Jugendliche recht\nunvermittelt in Kontakt mit sozialen Netzwerken. Das best\u00e4tigt auch die\nUmfrage, bei der eine knappe Mehrheit von 51 % der Sch\u00fcler angibt, in zwei bis\ndrei sozialen Netzwerken angemeldet zu sein und ein Drittel der 201 Teilnehmer\nsogar in vier und mehreren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/6.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"999\" height=\"354\" src=\"https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/6.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2561\" srcset=\"https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/6.png 999w, https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/6-200x71.png 200w, https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/6-768x272.png 768w, https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/6-300x106.png 300w, https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/6-400x142.png 400w\" sizes=\"(max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Problematisch wird es jedoch beim Thema AGB. Hier w\u00fcrde eine absolute\nMehrheit (60 %) der Sch\u00fcler den AGBs von sozialen Netzwerken, Firmen oder Apps\nzustimmen, ohne einen genauen Blick darauf zu werfen. Auf die Frage, welche\nInformationen die Sch\u00fcler von sich im Internet preisgeben, antworteten rund 30%\nder Sch\u00fcler, dass sie Informationen \u00fcber ihr Privatleben oder Kontaktdaten ins\nInternet stellen, allerdings nur 6 % sensible Informationen wie ihre private\nAdresse im Internet ver\u00f6ffentlichen. Eine Minderheit von 14% ist nicht bereit,\nirgendwelche privaten Daten im Internet hochzuladen. Doch wieviele Stunden pro\nTag opfern wir Social Media? 52% der Sch\u00fcler bewegen sich in einem Mittelfeld\nzwischen ein bis drei Stunden. 16 % der Sch\u00fcler verbringen mehr als 3 Stunden\nin sozialen Netzwerken und 31 % in einem Zeitfenster von 30 Minuten bis zu\neiner Stunde. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/8.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"895\" height=\"356\" src=\"https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/8.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2562\" srcset=\"https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/8.png 895w, https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/8-200x80.png 200w, https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/8-768x305.png 768w, https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/8-300x119.png 300w, https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/8-400x159.png 400w\" sizes=\"(max-width: 895px) 100vw, 895px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Ist das zu viel Zeit? Oder genau richtig? Eine knappe Mehrheit ist der\nMeinung, dass ihr Zeitaufwand f\u00fcr soziale Netzwerke zu hoch ist, die andere\nH\u00e4lfte nicht. <\/p>\n\n\n\n<p>Der letzte Teil der Umfrage bezog sich auf den Umgang mit der eigenen\nGesundheit. <\/p>\n\n\n\n<p>Auf die Frage, wie oft die Teilnehmer zu Kontrolluntersuchungen, wie\netwa zum Zahnarzt, Hausarzt oder allgemein zu Vorsorgeuntersuchungen gehen,\ngaben 42 % der Sch\u00fcler an, regelm\u00e4\u00dfig Termine bei \u00c4rzten wahrzunehmen. Ein\nDrittel besucht jedoch nur den Zahnarzt in gewissen Abst\u00e4nden. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine gespaltene Meinung herrschte bei der Frage,\nob die Sch\u00fcler staatlich vorgeschriebene Kontrolluntersuchungen gut finden\nw\u00fcrden: Dies bejahten 46 % der Teilnehmer, 54% verneinten. Insgesamt treibt ein\nGro\u00dfteil regelm\u00e4\u00dfig Sport, um auf die Gesundheit zu achten, gefolgt von\nregelm\u00e4\u00dfigen Pausen zur Erholung und einer bewussten Ern\u00e4hrung. Eine gro\u00dfe\nMehrheit von 81% ist der Meinung, dass ein Eingreifen des Staates in die\nindividuelle Gesundheit gerechtfertigt ist, wenn es darum geht, eine\nverpflichtende Krankenversicherung abzuschlie\u00dfen. Deutlich geringer f\u00e4llt diese\nMehrheit jedoch bei einer vorgeschriebenen Impfpflicht aus \u2013 nur 52%\nbef\u00fcrworten eine solche. Auch die Debatte, ob Drogen legalisiert werden\nsollten, wurde in der Umfrage aufgegriffen: 76% der Sch\u00fcler glauben, der Staat\nsollte weiterhin harte Drogen verbieten, im Gegensatz zu einem Verbot von\nHaschisch, f\u00fcr das nur ein Drittel der Teilnehmer gestimmt hat. Knapp 20% sind\njeweils daf\u00fcr, dass alkoholische Getr\u00e4nke hoch versteuert werden sollten und\nman Tabakwaren ebenfalls verbietet. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/13.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"981\" height=\"345\" src=\"https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/13.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2563\" srcset=\"https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/13.png 981w, https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/13-200x70.png 200w, https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/13-768x270.png 768w, https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/13-300x106.png 300w, https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/13-400x141.png 400w\" sizes=\"(max-width: 981px) 100vw, 981px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Lediglich 6% sind der Meinung, dass ein Eingreifen des Staates nie gerechtfertigt sei. Die letzte Frage stellt das Verhalten der Sch\u00fcler in Bezug auf die Handystrahlung fest. Laut Umfrage ist die beliebteste Methode gegen die ungewollte Handystrahlung, \u00fcber Nacht den Flugmodus zu aktivieren. Dem folgt das Bestreben, das Handy so selten wie m\u00f6glich an sich zu tragen und das Handy, so oft es geht, auszuschalten. 37% finden zwar, dass Handystrahlung gef\u00e4hrlich ist, treffen aber keine Ma\u00dfnahmen. Fast 20 % sind der Meinung, dass es bei der Handystrahlung keine gesundheitlichen Bedenken gibt.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:right\"><em>von Fatih Doruk und Johanna Bernklau (FW13)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Private Daten, soziale Netzwerke und Gesundheit: Durch die technischen und sozialen Entwicklungen unserer Zeit messen wir diesen Faktoren einen immer gr\u00f6\u00dferen Stellenwert bei. 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