{"id":2595,"date":"2019-11-08T07:41:11","date_gmt":"2019-11-08T06:41:11","guid":{"rendered":"https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/?p=2595"},"modified":"2019-11-08T07:41:19","modified_gmt":"2019-11-08T06:41:19","slug":"fahrt-in-die-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/?p=2595","title":{"rendered":"Fahrt in die Zukunft?"},"content":{"rendered":"\n<p>54 Milliarden Euro. Diese stolze Summe soll zur Rettung der\nWelt beitragen. Die Bundesregierung ist in Trippelschritten ambitionierter\nKlimapolitik n\u00e4hergekommen. Immerhin. Doch reicht das? Gen\u00fcgt dieser Klimafahrplan,\num die Grundlage allen Lebens, unsere Erde, zu retten? Ganz klare Antwort:\nNein!<\/p>\n\n\n\n<p>CO<sub>2<\/sub>-Aufpreis f\u00fcr Autos und Heizungen. 10 \u20ac pro\nTonne. Das war eine Ma\u00dfnahme, die nach 18-st\u00fcndiger Sitzung beschlossen wurde.\nH\u00f6rt sich gut an. Wenn man sich dann aber einmal vor Augen f\u00fchrt, dass diese\nStrafe eigentlich bis 2020 mindestens bei 50\u20ac pro Tonne (laut Wissenschaftler)\nund ab 2030 dann bei 130\u20ac liegen sollte, ist diese Festlegung nur lachhaft.\nSchweden ist das beste Beispiel daf\u00fcr, dass es klappen kann, wenn man will.\nDort wurde schon ein Vierteljahrhundert fr\u00fcher mit der Bepreisung von CO<sub>2 <\/sub>begonnen.\nMittlerweile sind es 115 \u20ac pro Tonne. Das ist vorbildlich!<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Punkt auf der Agenda der Klimarettung: F\u00f6rderung\nvon Hybrid- und Elektroautos. Doch was ist mit der Herstellung dieser\nUmweltmobile? Zur n\u00e4heren Information: Die Herstellung der Batterie erfordert\nalleine schon so viel Energie, dass das Auto insgesamt erst nach 150.000\nverfahrenen Kilometern \u201eklimafreundlich\u201c ist. Hinzukommt: Die b\u00f6se Batterie\nben\u00f6tigt Rohstoffe wie Kobalt und Lithium. Was ist daran so schlimm? Bei\nLithium beispielsweise gedeiht auf den einst ertragreichen Ackerfl\u00e4chen nichts\nmehr. Der zuvor fruchtbare Boden wird zu nutzlosem Sand. Der Untergang f\u00fcr die\nLandwirtschaft in Regionen, in denen Lithium abgebaut wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine der Schl\u00fcsselrollen im Klimasystem wurde au\u00dferdem au\u00dfer\nAcht gelassen: Die Gletscher. J\u00e4hrlich verlieren diese 335 Millionen Tonnen\nEis. Konsequenz: Meeresspiegelanstieg. Allein in Deutschland w\u00e4ren 3,2 Millionen\nMenschen bei einem Meter Anstieg schon betroffen. L\u00f6sung: K\u00fcstenschutz und\nstrenge Einhaltung der Begrenzung der Erderw\u00e4rmung um maximal 1,5 Grad Celsius.\nHoffen wir, dass die Regierung diese Begrenzung durch wirksamee Ma\u00dfnahmen auch\nerf\u00fcllt.<\/p>\n\n\n\n<p>In ihrer Rede bei der Vorstellung des Klimafahrplans sagte\ndie Klimakanzlerin: \u201ePolitik ist das, was m\u00f6glich ist\u201c. Aber ist das wirklich\nschon alles? Wo bleibt der Ausstieg aus den Kohlekraftwerken? Wo die st\u00e4rkeren\nInvestitionen in erneuerbare Energien? Wo eine effektive Bepreisung von CO<sub>2<\/sub>?\nUnd wo knallharte Sanktionen bei Nichteinhaltung?<\/p>\n\n\n\n<p>An diese unpopul\u00e4ren Ma\u00dfnahmen hat sich die Regierung nicht\nherangetraut. Zu viel Angst, weitere W\u00e4hler zu verlieren und neue Schulden zu\nmachen. Point of no Return scheinbar au\u00dfer Acht gelassen. Obwohl dieser immer\nn\u00e4her r\u00fcckt. Und wenn es so weit ist, bringt kein \u201eWir schaffen das\u201c mehr\netwas!<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn Deutschland nur f\u00fcr etwa 2% der Emissionen auf der\nWelt verantwortlich ist, k\u00f6nnten wir wie damals bei FCKW ein Signal an die Welt\nsenden. Noch ist es nicht zu sp\u00e4t! Essentiell daf\u00fcr: Freier Zugang zu\nklimafreundlichen Alternativen f\u00fcr alle, damit keine Billigfl\u00fcge, Billigfleisch\noder Billigbenzin mehr notwendig sind. L\u00f6sung: Senkung der Grundbelastung durch\nSteuern, um genug netto zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Nichtsdestotrotz: Politik ist nicht alles! Wir sollten uns\nselbst auch an der Nase packen, damit der Kampf zwischen Klima vs.\nBequemlichkeit f\u00fcr die Zukunft unserer Erde zugunsten unserer n\u00e4chsten Generationen\nausf\u00e4llt.<\/p>\n\n\n\n<p>Johanna Schneider<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>54 Milliarden Euro. Diese stolze Summe soll zur Rettung der Welt beitragen. Die Bundesregierung ist in Trippelschritten ambitionierter Klimapolitik n\u00e4hergekommen. Immerhin. Doch reicht das? 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