{"id":2785,"date":"2021-12-18T10:14:48","date_gmt":"2021-12-18T09:14:48","guid":{"rendered":"https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/?p=2785"},"modified":"2021-12-21T19:17:49","modified_gmt":"2021-12-21T18:17:49","slug":"corona-und-die-psychischen-leiden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bos-scheyern.de\/sz\/?p=2785","title":{"rendered":"Corona und die psychischen Leiden"},"content":{"rendered":"\n<p>Von Sara Strazzer<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die schon fast zwei Jahre andauernde Corona-Pandemie\nschl\u00e4gt sich nicht nur auf die k\u00f6rperliche Gesundheit nieder. Auch die Psyche\nist betroffen. Durch diese Pandemie nahmen unter anderem Depressionen,\nZwangsst\u00f6rungen, \u00c4ngste und Stresszust\u00e4nde deutlich zu. Besonders belastet\nf\u00fchlen sich nicht nur \u00e4ltere Menschen, sondern auch Jugendliche und junge\nErwachsene. <\/strong><strong>Dies zeigen Statistiken immer wieder. Viele\nFreizeitaktivit\u00e4ten werden beschr\u00e4nkt und kontrolliert, wie z. B. Partys, Bars,\nKinobesuche, das Treffen mit Freunden etc. Sei es durch die 2G-Regel oder auch\ndie Angst \u00fcber einen m\u00f6glichen erneuten Lock-Down und die erh\u00f6hte\nAnsteckungsgefahr.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Begrenzte Therapiepl\u00e4tze mit l\u00e4ngeren Wartezeiten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Doch das ist nicht das einzige\nProblem. Seit Anfang der Pandemie nahm die Anfrage auf Psychotherapie um 40 % deutlich\nzu. Psychotherapeuten haben gro\u00dfe Schwierigkeiten, den Andrang an Betroffenen\nzu versorgen, denn der Platz ist jeweils begrenzt. Das Statistische Bundesamt teilt\nmit, dass 2019 rund 48.000 psychologische Psychotherapeutinnen und -therapeuten\nsowie Kinder- und Jugendpsychotherapeutinnen und -therapeuten bestehen. Jedes\nJahr gehen rund 1 Mio. Menschen zum Therapeuten. 18 Mio. berichten, dass sie\nLeid versp\u00fcren aufgrund psychischer Belastungen. 2019 mussten knapp 40 % l\u00e4nger\nals sechs Monate warten, bis sie einen Therapieplatz bekommen haben, teilt die <\/p>\n\n\n\n<p>BPtK-Auswertung (Bundes\nPsychotherapeuten Kammer) mit. Nur 10 % der Anfragenden bekamen innerhalb eines\nMonats einen Behandlungsplatz zugewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Volkskrankheit Depression<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Stiftung Deutsche\nDepressionshilfe zeigt, dass allein in Deutschland 5,3 Mio. der erwachsenen\nDeutschen (18 \u2013 79 Jahre) im Laufe eines Jahres an einer unipolaren oder\nanhaltenden depressiven St\u00f6rung erkrankt sind. Auch bei Jugendlichen, Kindern\nund Senioren \u00fcber 79 Jahren herrschen h\u00e4ufig Depressionen, doch viele\nunterdr\u00fccken und verstecken ihr seelisches Leiden, was im schlimmsten Fall t\u00f6dlich\nenden kann. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was sind Depressionen und wie \u00e4u\u00dfern sie sich?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Depression ist eine\nschwere seelische Erkrankung, die in jedem Alter auftreten kann. Viele Personen,\ndie depressiv sind, leiden insbesondere unter starken Schlafst\u00f6rungen,\nAntriebslosigkeit, Gef\u00fchlslosigkeit, h\u00e4ufiges grundloses Weinen, Verlust der\nInteressen und isolieren sich oft. Es gibt auch eine bipolare Version der\nDepression, welche sich durch Manien und dann wieder Tiefpunkte \u00e4u\u00dfert.\nDepressionen k\u00f6nnen sich also bei jedem anders zeigen. Suizidale und\nselbstverletzende Gedanken, bis hin zur Aus\u00fcbung, sind h\u00e4ufige\nBegleiterscheinungen bei Betroffenen. Es gibt leider auch viele, die aufgeben\nund sich das Leben nehmen. Die Krankheit ist sehr schwerwiegend und dauert oft\n\u00fcber mehrere Wochen bis hin zu Jahren. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Seelische Leiden und der damit verbundene Scham<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Viele Menschen trauen sich\nnicht, professionelle Hilfe anzunehmen, geschweige denn danach zu suchen, da\nsie sonst als schwach und psychisch instabil gelten, so zumindest ihre\nBef\u00fcrchtung. Dieses Image h\u00e4lt sich leider immer noch, auch wenn es so viele\nandere Menschen gibt, denen es genauso schlecht geht. Wichtig ist: Es gibt\nkeinen Grund daf\u00fcr sich zu sch\u00e4men, denn bei einer Erk\u00e4ltung gehen auch viele\nzum Arzt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hilfe \u00fcbers Internet<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Falls Personen andere Hilfe\nbevorzugen, k\u00f6nnen diese auch im Internet auf Hilfe zur\u00fcckgreifen.\nM\u00f6glichkeiten bietet die TelefonSeelsorge. Dort k\u00f6nnen Leute anonym, kostenlos und\n24\/7 anrufen. Ehrenamtliche Mitarbeiter haben immer ein offenes Ohr und falls\nn\u00f6tig, kann auch ein Dialog per Chat gehalten werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Falls jemand also wen kennt,\nder sich f\u00fcr diese Nummer interessieren w\u00fcrde oder man selbst das Bed\u00fcrfnis hat\nanzurufen, kann man die TelefonSeelsorge unter der Telefonnummer 0800 1110111\nerreichen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Corona-Pandemie hat die\nAnf\u00e4lligkeit f\u00fcr psychische Krankheiten erh\u00f6ht, zumindest f\u00fcr viele Menschen.\nAuch Therapiepl\u00e4tze sind knapp, aufgrund des hohen Ansturms an Anfragen,\ndennoch lohnt es sich, professionelle Hilfen in Anspruch zu nehmen, besonders\nwenn man selbst keinen Ausweg mehr sieht. Es gibt auch telefonische Hilfe, wie\ndie TelefonSeelsorge (Tel.: 0800 1110111), die verschiedene M\u00f6glichkeiten hat,\nHilfe anzubieten, z. B. durch das Zuh\u00f6ren und Dasein. Es muss sich keiner f\u00fcr\nirgendetwas sch\u00e4men und es sollte eine gr\u00f6\u00dfere Akzeptanz f\u00fcr psychisch erkrankte\nMenschen geben, denn bei physischen Krankheiten ist es \u00fcblich, zum Arzt zu\ngehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Falls jemand jemanden anderen\nkennt, dem es m\u00f6glicherweise nicht gut geht, ist die gegenseitige Unterst\u00fctzung\nsehr wichtig. Es lohnt sich also, f\u00fcr seine Mitmenschen Empathie aufzubringen.\nEin sensibles und von Wertsch\u00e4tzung gepr\u00e4gtes Miteinander ist eine gute\nGrundlage daf\u00fcr, sich gegenseitig zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Von Sara Strazzer Die schon fast zwei Jahre andauernde Corona-Pandemie schl\u00e4gt sich nicht nur auf die k\u00f6rperliche Gesundheit nieder. Auch die Psyche ist betroffen. 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