So innovativ kann Schule sein! Deutsch-dänischer Austausch

Laser Cutter und 3D-Drucker frei zugänglich für jeden in der Schule? In Deutschland wohl eher ein Seltenheitsfall – am technischen Gymnasium in Ballerup hingegen nicht: Acht Schüler der 12. FOS-Klassen durften vor den Osterferien für eine Woche nach Dänemark und im Zuge eines gemeinsamen Projektes die dänische Schule kennenlernen. Großes Überthema des Austausches war Industrie 4.0, also die neue industrielle Revolution. Welche Auswirkungen wird diese Veränderung auf unsere Arbeit, auf unser Leben, auf uns haben? Wird diese Veränderung überhaupt stattfinden? Und wenn ja, wie?

Diese Fragen beschäftigten die Schüler im vergangenen November, als die dänische Gruppe an der FOS Scheyern zu Besuch war. Im März erfuhren die deutschen Schüler alles über sogenannte Makerspaces: Kurz gesagt, Orte für innovative und kreative Ideen. In solche „Werkstätten“ können Leute mit oder ohne Plan kommen und mithilfe von professionellen Maschinen und Fachkennern vom Prototypen bis hin zum fertigen Endergebnis an ihren Kreationen basteln. Diese Makerspaces sollen in Zukunft den jetzigen Stand an Innovation, Produktion und Wissensvermittlung revolutionieren.

Und das haben die Schüler auch gleich mal ausprobiert: Bestens ausgerüstet mit Laser Cutter und 3D-Drucker ging es am technischen Gymnasium ans Werk: Kurzerhand gründeten sie ihren eigenen Makerspace. Eine Lampe im typisch dänischen Design sollte entworfen, in ein Programm geschrieben und schließlich vom Laser Cutter ausgestanzt werden. Und dabei ging es nicht um ewiges Herumtüfteln und Perfektion, sondern vielmehr um das Motto „Mach möglichst schnell möglichst viele Fehler, denk nicht zu viel darüber nach, sondern fang einfach an zu bauen!“.Gesagt, getan. Am Ende der Projektwoche hielten manche Gruppen einen Prototypen oder sogar das fertige Produkt in der Hand. Kein Problem, wenn man nicht fertig wurde – die Schüler lernten so mit verschiedenen Ansätzen an eine Aufgabe heranzugehen, sich vom theoretischen Ansatz zu verabschieden und stattdessen sich wortwörtlich die Finger schmutzig zu machen.

Neben der ganzen inhaltlichen Arbeit stand aber auch ein bisschen Sightseeing auf dem Programm und am Wochenende konnten in Kopenhagen unter anderem das Design-Museum, die Freistadt Christiania und natürlich die wunderschönen Häfen besichtigt werden.

Am besten, ihr schaut es euch auf den folgenden Bildern selbst an! 🙂

Johanna Bernklau

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